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Donnerstag, 17. September 2009

Windräder abbauen und trotzdem mehr Strom erzeugen

Windräder sind umstritten: Nicht wegen des sauberen Stroms, den sie erzeugen, sondern weil sie optisch nicht besonders reizvoll sind und außerdem auch nicht sehr leise. Hinzu kommt, dass mittlerweile viele Windkraftanlagen nicht mehr ganz modern sind.

Durch die Erneuerung von Windrädern könnte man langfristig deren Zahl halbieren und dennoch deutlich mehr Strom erzeugen, hat nun das Deutsche Windenergie-Institut (DEWI) ausgerechnet. Diesen Vorgang nennt man „Repowering“.

Laut DEWI würden moderne Windräder etwa fünfmal mehr Leistung bringen als veraltete Anlagen aus den frühen 90ern. Ersetzt man nun einen Teil der alten Windräder, könnten bis zu 5 Millionen zusätzliche Haushalte mit Windenergie versorgt werden.

Auch die angestrebte Erhöhung des Windkraftanteils am Energiemix von derzeit 6 Prozent auf 15 Prozent im Jahr 2020 sei so zu schaffen.

Via Der Westen

Montag, 14. September 2009

Neue Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee geplant

40 neue Windparks vor der deutschen Küste sollen in den nächsten Jahren entstehen. Laut FAZ ist dies bereits weitestgehend beschlossene Sache und teilweise schon genehmigt worden. Umfang der Neubaumaßnahmen: 2500 Windräder.

Außerhalb der Zwölf-Meilen-Küstenlinie sollen die Windparks entstehen, eine Fläche von rund 100 km² wurde dafür reserviert. Man erhofft sich eine Gesamtleistung von 12.000 Megawatt. Bis zum Jahr 2030 sollen insgesamt bis zu 25.000 Megawatt aus Offshore-Windparks kommen.

Die Pläne für die Anlagen soll es schon seit Jahren gegeben haben. Nun kommt Bewegung in die Sache. Wann genau die Windparks fertig sein sollen, wurde allerdings noch nicht verkündet.

Dienstag, 8. September 2009

Hamburg Energie: Stadteigener Stromversorger mit Ökostrom

Hamburg hat einen neuen Stromanbieter. Und zwar einen direkt aus Hamburg, einen stadteigenen. Der heißt „Hamburg Energie“ und ist seit Montag, den 7. September 2009 am Netz.

Hamburg Energie“ gibt sich betont umweltbewusst. Auf Kohle- und Atomkraft wird verzichtet, dafür wird weitestgehend auf Wind- und Wasserkraft gesetzt. Zwei Tarife werden angeboten. Zum einen der günstigere namens „Tor zur Welt“, der zu 90 % Wasserkraft (in Österreich produziert!) liefert, für 19 Cent/kWh plus 6,19 monatliche Gebühr. Wer hingegen komplett Windkraft haben will, kann den Tarif „Horizont“ wählen, der bei gleicher Grundgebühr 21,6 Cent pro Kilowattstunde kostet.

Noch hat „Hamburg Energie“ keine eigenen Kraftwerke, handelt also nur fremden Strom. Eigener soll allerdings noch folgen, beispielsweise Winkraftanlagen, wie Die Welt berichtet.

Wer sich einen Überblick über die Energieanbieter in der Hansestadt verschaffen will, kann z.B. mal den Ökostrom in Hamburg im Preisvergleich checken.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Ökostrom: Windenergie von der Nordsee


Mit Ökostrom, generiert aus Windenergie des Offshore-Windparks Alpha Ventus, sollen zukünftig bis zu 50.000 deutsche Haushalte versorgt werden. Dazu wurde das erste Windrad dieser Woche 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum in der deutschen Nordsee fertiggestellt. Insgesamt 250 Millionen Euro kostest das Projekt des Betreiberkonsortiums Deutsche Offshore-Testfeld und Infrastruktur GmbH (DOTI) aus den Energiekonzernen EWE, Eon und Vattenfall.

Für die Versorgung mit Ökostrom sind 12 Anlagen mit einer Nennleistung von je 5 Megawatt geplant, die bis Ende des Jahres fertiggestellt werden sollen. 45 Meter hohe Betonplatten bilden die Basis für die ca. 180 Meter hohen Windräder. Der Offshore-Windpark Alpha Ventus in der Nordsee ist der erste seiner Art in deutschen Hoheitsgewässern und soll auch als Testprojekte für zukünftigen Windparks dienen. Denn obwohl der Ökostrom aus Windenergie als vielversprechende und lukrative Form erneuerbare Energie zu erzeugen gilt, musste das Betreiberkonsortium Deutsche Offshore-Testfeld und Infrastruktur GmbH (DOTI) einige Rückschläge bei dem Aufbau des Parks hinnehmen. Technische Probleme, die salzhaltige Luft, schlechtes Wetter erhöhten die ursprünglich kalkulierte Investitionssumme um 60 Millionen Euro. Mit diesen Erfahrungen und den Erkenntnissen die der Offshore-Windpark Alpha Ventus bringen wird, werden sich zukünftige Projekte wahrscheinlich günstiger realisieren.

Foto: pixelio.de/Barbara Thomas