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Mittwoch, 16. März 2011

Ökostrom statt Atomstrom: Japan-Erdbeben 2011 weckt Kunden

Selten war Ökostrom so sehr in Mode wie im März 2011. Der Grund freilich ist ein tragischer: Das Erdbeben in Japan und die resultierende Atomkatastrophe im Kraftwerk Fukushima haben die Leute sensibilisiert: Offenbar ist Atomenergie doch nicht so sicher, wie die Kraftwerksbetreiber es immer verbreitet haben. Zumindest bei Naturkatastrophen größeren Ausmaßes scheinen die Folgen kaum kalkulierbar zu sein. Logische Schlussfolgerung für viele ist der Wechsel zu Ökostrom.

Von der Bundesregierung wurde nun ein Moratorium in puncto Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke angekündigt und einige Kraftwerke bereits vorübergehend stillgelegt. Ob dies langfristig durchgehalten wird, wird man sehen. Klar scheint aber: Die Stromkunden schwenken bereits um.

Zumindest verzeichnen die Ökostromanbieter dieser Tage soviel Zulauf wie selten zuvor. Naturstrom, EWS Schönau, Greenpeace Energy und Lichtblick sind in Deutschland die puren Ökostromanbieter. Ökostromtarife findet man zwar auch bei anderen Anbietern, jene haben jedoch auch andere, konventionelle Stromarten in ihrem Mix bzw. legen weniger Wert auf ökologische Nachhaltigkeit. Spannend dürfte die Frage sein, ob der Run auf Ökostrom-Produkte auch nach Abklingen der japanischen Atomkatastrophe weiter anhält.

Montag, 25. Oktober 2010

Tchibo Ökostrom Tarif – Tchibo als Stromanbieter

Ein Tchibo Ökostrom Tarif ist ab sofort im Tchibo Onlineshop zu finden. Da stellt sich natürlich die Frage, was kostet der „grüne Strom“ von Tchibo und für wen lohnt es sich umzusteigen?

Ganz durchsichtig ist das Tchibo Ökostrom-Angebot auf jeden Fall nicht. Denn einheitliche Grundgebühren bzw. Kosten für die Kilowattstunden sind nicht auszumachen. Stattdessen ist der potenzielle Kunde gefordert den Stromrechner zu betätigen. Jener ermittelt dann jeweils zum eingegebenen Ort und der Straße den passenden Energie-Preis. Ob das dann tatsächlich ein günstiger Preis ist, findet nur heraus, wer auch noch einen Strompreisvergleich bemüht. Unter den Preisen der örtlichen Grundversorger bewegt sich der Tchibo Ökostrom Tarif aber nicht selten.

Wer den Tchibo Ökostrom Tarif bucht, bekommt in der aktuellen Aktionszeit einen 50-Euro-Einkaufsgutschein für den Tchibo-Shop dazu, normalerweise sind es 25 Euro. Der Vertrag ist immer zum Monatsende kündbar, die Preisgarantie zum Vertragsabschluss gilt für ein Jahr – danach kann es Preiserhöhungen geben. Übrigens: Der Tchibo Ökostrom wird in Norwegen aus Wasserkraft erzeugt und ist mit dem ok Power Label zertifiziert.

Dienstag, 27. April 2010

Ökostrom im Test: Öko-Test nennt elf Testsieger

Ökostrom ist längst kein Nischenprodukt für einige wenige, die es sich leisten können, mehr. Das lässt sich schon daran ablesen, dass neben einigen kleineren, auf Ökostrom-Angebote spezialisierten Anbietern auch die großen Energieunternehmen längst entsprechende Tarife anbieten - neben ihrem konventionellen Strommix.

Das Testmagazin Öko-Test hat sich nun in Ausgabe 4/2010 durch den Tarifdschungel gewühlt und versucht einzuschätzen, welche Stromtarife tatsächlich das Label "Öko" verdient haben. Ganz vorne lagen - wie sicherlich zu erwarten war - die reinen Ökostromanbieter, und zwar gleich elf an der Zahl.

Die Tarife, die es auf den ersten Rang geschafft haben, sind:
- AWS Ökostrom
- EWS Öko Sonnencent 0,5
- Genial Grün Spar
- Privatkundentarif (von Greenpeace Energy)
- LichtBlick-Strom
- Naturenergie Online 12
- Naturstrom
- NaturWatt Hausstrom
- SECURA Ökostrom
- Electricitaet (von Strasserauf)
- Moinpower (von Strommixer)

Alle Test-Details und Beweggründe für die Bewertung sowie alle weiteren Platzierungen sind in Öko-Test 4/2010 sowie auch online nachzulesen.

Freitag, 19. März 2010

Stiftung Warentest: Lidl & Rewe Ökostrom bieten gute Boni

Ende März 2010 locken gleich zwei Discounter-Ketten mit Ökostromangeboten. Bei Lidl kann man ein Starterpaket für den Ökostrom-Tarif „PrimaKlima“ von Eprimo erwerben, bei Rewe, Penny und Toom in den Vattenfall-Tarif „Easy Natur“ einsteigen.

Laut einem aktuellen Test der Stiftung Warentest ist dies vor allem wegen der mit 100 (Lidl) bzw. 120 Euro (Rewe, Penny, Toom) „außergewöhnlich“ hohen Bonus-Verrechnungen interessant, insbesondere für Kunden, die nach erfolgter Bonus-Abrechnung wieder zu einem anderen, günstigeren Anbieter wechseln. Die laufenden Stromkosten seien hingegen etwa auf dem Niveau der jeweiligen lokalen Grundversorger und damit nicht ungewöhnlich billig – dafür aber immerhin Ökostrom aus Wasserkraft.

Die detailliertere Einschätzung der Stiftung Warentest lohnt sich auf denen Homepage nachzulesen.

Donnerstag, 5. November 2009

Bahn: Öko-Ticket mit Eon-Strom aus Wasserkraft

CO2-frei mit der Bahn reisen – das soll für Großkunden in Zukunft mit sogenannten Öko-Tickets möglich werden. Im Programm "Bahn corporate Umwelt plus" kann man seinen Stromverbrauch beim Bahnfahren demnach aus 100% erneuerbarer Energie beziehen. Das wird dann zwar etwas teurer, beruhigt aber das Gewissen.

Und was ist das nun für Ökostrom beim Öko-Ticket? Bezogen wird er von Eon, und zwar aus ohnehin schon bestehenden, alten Wasserkraftanlagen. Für eine ökologisch sinnvolle Verschiebung des Strommixes im Gesamtnetz tut die Bahn bzw. ihre Öko-Ticket-Kunden also eigentlich nichts, wie Greenpeace bemängelt. Außerdem mokiert die Umweltschutzorganisation, dass der abgeführte Beitrag ohnehin zu gering gewählt sei.

Freitag, 25. September 2009

Strom bei Stiftung Warentest: Wer ist verbraucherfreundlich?

Die Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen Ausgabe 10/2009 die Tarifbedingungen diverser Stromanbieter einem Vergleich unterzogen. Das Ergebnis: „Mehr Service oder mehr Flexibilität kosten mehr.“

Wer also verbraucherfreundliche Laufzeiten oder Kündigungsfristen möchte, oder seine Rechnung nicht nur online sondern auf Papier geschickt haben will, muss teurere Tarife einplanen.

Den verbraucherfreundlichsten Tarif der konventionellen Anbieter bietet laut Test Yello-Strom – der einzige Tarif, der „sehr gut“ abschnitt. Grundsätzlich zu empfehlen sind laut Stiftung Warentest die reinen Ökostromanbieter Greenpeace Energy (Privatkundentarif), EWS Schönau (EWS Sonnencent 0,5), Naturstrom und Lichtblick-Strom – was offenbar auch die Kunden registrieren. Laut Stiftung Warentest-Umfrage sind deren Kunden auch am zufriedensten mit ihren Stromtarifen.

Dienstag, 8. September 2009

Hamburg Energie: Stadteigener Stromversorger mit Ökostrom

Hamburg hat einen neuen Stromanbieter. Und zwar einen direkt aus Hamburg, einen stadteigenen. Der heißt „Hamburg Energie“ und ist seit Montag, den 7. September 2009 am Netz.

„Hamburg Energie“ gibt sich betont umweltbewusst. Auf Kohle- und Atomkraft wird verzichtet, dafür wird weitestgehend auf Wind- und Wasserkraft gesetzt. Zwei Tarife werden angeboten. Zum einen der günstigere namens „Tor zur Welt“, der zu 90 % Wasserkraft (in Österreich produziert!) liefert, für 19 Cent/kWh plus 6,19 monatliche Gebühr. Wer hingegen komplett Windkraft haben will, kann den Tarif „Horizont“ wählen, der bei gleicher Grundgebühr 21,6 Cent pro Kilowattstunde kostet.

Noch hat „Hamburg Energie“ keine eigenen Kraftwerke, handelt also nur fremden Strom. Eigener soll allerdings noch folgen, beispielsweise Winkraftanlagen, wie Die Welt berichtet.

Wer sich einen Überblick über die Energieanbieter in der Hansestadt verschaffen will, kann z.B. mal den Ökostrom in Hamburg im Preisvergleich checken.

Freitag, 31. Juli 2009

Kostenloses Handy-Game für iPod und iPhone: Wahlkampf mit Atomkraft- Spiel


Kostenlose Spiele für iPod und iPhone gibt es im Internet einige. Allerdings ein gratis Handy-Game wie „Atom-Alarm“, in dem ein Atomkraftkraftwerk gesichert werden muss, dürfte neu sein. Das Spiel für iPod und iPhone, mit dem heiklen Wahlkampfthema Atomenergie, wird als kostenlose Online-Version auf der Homepage vom BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. angeboten und steht zum kostenlosen Download im Apple App-Store bereit.

Das Ziel des kostenlosen Handy Games für den iPod und das iPhone ist es, ein Atomkraftwerk eine Million Jahre zu schützen. Als fiktiver Betreiber eines AKWs muss man eine zunehmende Zahl von gefährlich strahlenden Atommüllfässern entsorgen und dabei riskante Temperaturschwankungen ausgleichen. Zudem muss man sich gegen Unvorhergesehenes wappnen, wie Erdbeben und Attentäter in Flugzeugen.

Der BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. will damit eine eindeutige Botschaft senden: „Atomkraft ist nicht kontrollierbar, nicht als Spiel... und schon gar nicht in der Realität.“ Mit dem kostenlosen Handy-Spiel sollen vor allem Jung- und Erstwähler angesprochen werden. Ob die Botschaft ankommt und ob die Jung- und Erstwähler sich ein Handy-Game downloaden, das man scheinbar gar nicht gewinnen kann, bleibt abzuwarten. Wer ein sicheres Statement gegen Atomstrom setzen möchte ohne wählen zu gehen oder kostenlose Handyspiele downzuloaden, der kann sich jetzt schon für Ökostrom entscheiden. Günstige Anbieter findet man in einem Ökostromvergleich im Internet.

Foto: pixelio / Daniel Bleyenberg

Dienstag, 28. Juli 2009

Verbraucherzentrale Bremen warnt - Werder Strom ähnelt einem Glücksspiel


Ein Grün-weißer Öko-Stromtarif für Werder Fans. Die Idee der swb Vertrieb Bremen GmbH, Fußballfans mit ihrem Angebot für Ökostrom zu begeistern, war vielversprechend. Die Verbraucherzentrale Bremen warnt aber vor dem grün-weißen Ökostrom, da er einem Glückspiel ähnelt. In einem Preisvergleich mit einem Naturstrom- und einem Ökostrom-Anbieter verdeutlicht die Verbraucherzentrale Bremen, dass sich das Angebot der SWB bei sportlichem Misserfolg des SV Werder Bremen nicht rechnet.

Der Grün-weiße Ökostrom, der zu 1% mit der neuen Photovoltaik-Anlage im Weserstadion und zu 99% aus Wasserkraftwerken erzeugt wird, wurde mit einem besonderen Anreiz für Werder-Fans versehen. Das Angebot der swb Vertrieb Bremen GmbH lockt u.a. mit Siegprämien bei sportlichen Erfolgen des SV Werder Bremen. Die Verbraucherzentrale bemängelt nun, dass mit dem Stromtarif indirekt eine Sportwette abgeschlossen wird und der Wettspielpreis – wenn auch nicht explizit ausgewiesen – mit dem monatlichen Abschlag gezahlt wird. Zudem schnitt der Ökostromtarif der swb Vertrieb Bremen GmbH im Vergleich zu anderen Anbietern vor allem für Haushalte mit höherem Stromverbrauch schlecht ab.

Die Verbraucherzentrale Bremen hat in einem Preisvergleich festgestellt, dass bei hohem Verbrauch und einer schlechten Saison des SV Werder Bremen bis zu 85 Euro Mehrkosten für den Ökostromtarif der swb Vertrieb Bremen GmbH entstehen können, als bei anderen Anbietern. Für alle Bremer, die ihre Stromkosten nicht an den sportlichen Erfolg des SV Werder Bremen binden und trotzdem sparen wollen, empfiehlt es sich ein günstigen Anbieter über einen Stromvergleich für Bremen zu suchen.

Weiterlesen:
Der komplette Artikel der Verbraucherzentrale Bremen
Werder Strom: Ökostrom in grün-weiß

Logo: Werder Bremen

Donnerstag, 16. Juli 2009

Ökostrom: Windenergie von der Nordsee


Mit Ökostrom, generiert aus Windenergie des Offshore-Windparks Alpha Ventus, sollen zukünftig bis zu 50.000 deutsche Haushalte versorgt werden. Dazu wurde das erste Windrad dieser Woche 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum in der deutschen Nordsee fertiggestellt. Insgesamt 250 Millionen Euro kostest das Projekt des Betreiberkonsortiums Deutsche Offshore-Testfeld und Infrastruktur GmbH (DOTI) aus den Energiekonzernen EWE, Eon und Vattenfall.

Für die Versorgung mit Ökostrom sind 12 Anlagen mit einer Nennleistung von je 5 Megawatt geplant, die bis Ende des Jahres fertiggestellt werden sollen. 45 Meter hohe Betonplatten bilden die Basis für die ca. 180 Meter hohen Windräder. Der Offshore-Windpark Alpha Ventus in der Nordsee ist der erste seiner Art in deutschen Hoheitsgewässern und soll auch als Testprojekte für zukünftigen Windparks dienen. Denn obwohl der Ökostrom aus Windenergie als vielversprechende und lukrative Form erneuerbare Energie zu erzeugen gilt, musste das Betreiberkonsortium Deutsche Offshore-Testfeld und Infrastruktur GmbH (DOTI) einige Rückschläge bei dem Aufbau des Parks hinnehmen. Technische Probleme, die salzhaltige Luft, schlechtes Wetter erhöhten die ursprünglich kalkulierte Investitionssumme um 60 Millionen Euro. Mit diesen Erfahrungen und den Erkenntnissen die der Offshore-Windpark Alpha Ventus bringen wird, werden sich zukünftige Projekte wahrscheinlich günstiger realisieren.

Foto: pixelio.de/Barbara Thomas

Dienstag, 14. Juli 2009

Vattenfall: Krümmel-Panne vertreibt Kunden


Der Störfall im Atomkraftwerk Krümmel scheint für den Vattenfall-Konzern ein Nachspiel zu haben. Dem Stromanbieter rennen die Kunden weg. Das Hamburger Abendblatt berichtet, dass zahlreiche Vattenfall-Kunden seit dem Zwischenfall im AKW Krümmel zu einem der vielen Ökostromanbieter gewechselt sind.

Vor allem Lichtblick und die Greenpeace Energy AG sollen von den Abwanderungen profitieren. Eine offizielle Bestätigung für den massiven Kundenverlust seit dem Störfall im Juli gab es, laut Hamburger Abendblatt, von Vattenfall noch nicht. Die Anzahl der neuen Kunden bei den Ökostromanbietern aus Vattenfall-Gebieten scheint aber ein klares Indiz zu sein. Der Anbieter Lichtblick konnte seit dem Zwischenfall im AKW Krümmel einen Neukundenzuwachs von rund 70 Prozent und der Anbieter Naturstrom immerhin von 30 Prozent verzeichnen.

Die Notabschaltung des AKW Krümmel scheint bei Teilen der Bevölkerung für großes Unbehagen gesorgt zu haben. Ob der Wechsel zu den kleinen Ökostromanbietern von Dauer ist oder ob der Vattenfall-Konzern das Vertrauen der Stromkunden zurück gewinnen kann, wird sich zeigen.

via Hamburger Abendblatt

Freitag, 10. Juli 2009

Werder Strom: Ökostrom in grün-weiß

Dass Strom farbig ist, wissen wir spätestens seit yello strom. Dass er aber gleich in mehreren Farben auftreten kann ist neu. Grün-weiß soll er sein, behauptet jedenfalls die swb Vertrieb Bremen GmbH. Die bietet den grün-weißen Strom nämlich seit Neustem als Werder-Strom an.

Hinter dem swb Werder Strom steckt ein ganzes Strom-Paket, das noch bis zum 31.07.2009 buchbar ist. Die Energie soll sich zu 99% aus Wasserkraft und zu einem Prozent aus Solarenergie zusammensetzen. Die Sonnenenergie kommt direkt von der Anlage auf dem Dach des Weserstadions, dem Heimstadion des SV Werder Bremen.

Das Paket bietet zusätzlich eine Fan Box, u.a. mit einer Steckdose im Werder Bremen-Look und diverse Gewinnspiele, bei denen Eintrittskarten und handsignierte Trikots verlost werden. Außerdem bietet die swb Vertrieb Bremen GmbH Sieg- und Titelprämien. Pro Sieg werden 2 Euro gut geschrieben und bei einem Finalsieg der Champions League sogar 50 Euro. Bei einer Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten kostet der Strom 21,90 Cent/ KWh (brutto inkl. 19 % MwSt).

Wer mit Ökostrom Geld sparen möchte, oder wer einfach kein Werder Bremen Fan ist, der kann über einen Öko-Stromvergleich andere Anbieter miteinander vergleichen. Alles in allem ist der grün-weiße Strom eine innovative Idee, um die Menschen für das Thema Ökostrom zu sensibilisieren. Fragt sich nur, ob das zum Trend wird und wir zukünftig auch Bayern-, Dortmund-, oder Hertha-Strom beziehen können. Das würde die Fußball-Bundesliga, nicht nur für Fußballfans, schlagartig zu einer ganz sauberen Sache machen.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Mit gutem Beispiel voran? Große Koalition lehnt Ökostrom für Ministerien ab

Die große Koalition hat sich am Mittwoch gegen den Wechsel zu Ökostrom für die Ministerien und das Kanzleramt entschieden. Der Antrag, der von der Grünen Fraktion gestellt wurde, stieß auch bei Vertretern der FDP auf Ablehnung.

Begründen wollten dies jedoch weder sie noch jemand von der Union oder der SPD. Prompt hagelt es Kritik von Seiten der Grünen. "Eine Bundeskanzlerin und ihre Minister sind unglaubwürdig, wenn sie sich weigern, Ökostrom im Kanzleramt und den Ministerien einzukaufen", meint der Grünen-Umweltpolitiker Hans-Josef Fell.

Trotz der Ablehnung, gehen die Forderungen der Grünen weiter. Der Einsatz von Biogas für Regierungsgebäude und anhängende Behörden soll für die Zukunft geprüft werden. Wie sich die große Koalition diesbezüglich entscheiden wird, ist noch offen, aber eine weitere Ablehnung, regenerative Energien einzusetzen, könnte ein falsches Signal im Volk vermitteln.

via Onlinepresse.info

Donnerstag, 11. Juni 2009

Nachhaltigkeitsverordnung für das EEG : Ökostrom aus Pflanzenöl wird umweltfreundlicher

Ab 2010 sollen in Zukunft nur noch umweltfreundliche Pflanzenöle, also nachhaltig hergestellte Biomasse, für die Erzeugung von Ökostrom verwendet werden. Die Nachhaltigkeitsverordnung für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung) beschloss das Bundeskabinett am 10.06.2009 in Berlin und verschärft damit die bisherigen Forderungen der Europäischen Union (EU). Man wolle damit die Wichtigkeit des Themas unterstreichen, so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und schon frühzeitig hohe Einsparungen an Treibhausgasen erzielen. Bis 2018 soll die Vorgabe dann schrittweise auf 60 Prozent erhöht werden.

In Zukunft sollen bei dem Einsatz von flüssiger Biomasse, die nach dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) vergütet wird, also Raps-, Palm- und Sojaöl, im Vergleich zu fossilen Energieträgern, wie Kohle und Erdgas, mindestens 35 Prozent weniger Treibhausgase freigesetzt werden. Zudem sollen Flächen mit hohem Naturschutzwert, wie etwa Regenwälder oder Feuchtgebiete, durch die Nachhaltigkeitsverordnung geschützt werden. Pflanzen, die aus diesen Gebieten stammen, dürfen zukünftig nicht mehr zur Stromgewinnung genutzt werden. Die Verordnung bedarf noch der Zustimmung des Deutschen Bundestages. Kritik gab es vom Deutschen Bauernverband, der durch das dadurch entstehende neue Zertifizierungssystem einen zusätzlichen bürokratischen Kontroll- und Dokumentationsaufwand sieht, der keinen Zugewinn an Nachhaltigkeit bringt.

Donnerstag, 7. Mai 2009

Atomstrom: doch nicht so billig?


Die Atomstrom-Lobby argumentiert ja gerne, in AKWs Energie zu produzieren wäre deutlich günstiger als aus erneuerbaren Quellen. Dies stimmt allerdings nur, wenn man versteckte Subventionen mit einberechnet.

Das berichtet Golem unter Berufung auf das Magazin Zeit Wissen. Demnach sei der oft propagierte Erzeugerpreis von 3 bis 4 Cent pro Kilowattstunde nur dadurch realistisch, weil Kraftwerksbetreiber in einigen Ländern besonders günstige Kredite gewährt bekommen, Atomkraftwerke meist nur auf unzureichende Schadenssummen versichert werden und nicht realisierbare Laufzeiten und Auslastungen als Berechnungsgrundlage verwendet werden.

Wer es angesichts dessen mit dem Gewissen zu tun bekommt, kann natürlich ganz einfach auf Ökostrom umsatteln, mit Lichtblick, Greenpeace Energy und Co. gibt es ja ausreichend entsprechende Angebote.

Foto: Daniel Bleyenberg / pixelio.de