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Mittwoch, 19. August 2009

Strom-Tankstellen: RWE legt los


Noch nicht einmal 2000 Elektroautos fahren auf deutschen Straßen, aber die Stromanbieter wittern offenbar bereits das große Geschäft: RWE beispielsweise baut gerade ein Netz von Stromtankstellen auf.

So kooperiert der Energie-Riese mit dem Parkhausbetreiber Apcoa und baut in dessen Parkhäuser zunehmend Ladestationen ein. Die Idee dahinter: Beim Einkaufsbummel kann man ja mal eben sein Auto auftanken, das kostet weder Mühen noch Zeit.

Die Zusammenarbeit läuft bundesweit, und zunächst einmal werden natürlich Großstädte und Ballungsräume ausgerüstet. So will man allein in Berlin Ende nächsten Jahres 500 Ladepunkte einrichten.

Leider hält man sich mit Infos zu den Kosten, die auf den Elektroauto-Fahrer letztlich zukommen, wenn er seine Batterie füllt, noch vornehm zurück. Aber günstiger als eine herkömmliche Tankladung sollte es eigentlich sein.

via Abendblatt

Foto: RWE Mobility

Donnerstag, 6. August 2009

Strom zu teuer: Vier Konzerne kontrollieren Energiemärkte in Deutschland

Die Strompreise sind zu hoch, da auf dem Energiemarkt in Deutschland noch immer kein seriöser Wettbewerb stattfindet. Das behauptet der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) aufgrund eines Gutachtens der Monopolkommission. Vier große Konzerne diktieren rund 80 Prozent der Kraftwerke und somit auch den Strompreis. Nur ein echter Wettbewerb, durch regulatorische Eingriffe seitens der Politik, könnte die Energiepreise in Deutschland langfristig senken, so die Monopolkommission.

Die hohen Energiepreise resultieren aus den wenigen neuen Wettbewerben auf dem Markt. Laut der Monopolkommission legen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall potenziellen Konkurrenten auf den Energiemärkten viel zu hohe Barrieren in den Weg. Vor allem die Transport- und Verteilnetze sind die Engpässe für den Wettbewerb bei Strom und Gas. Doch eben dort wird den potenzielle Wettbewerbern die Durchleitung erschwert.

"Die großen Konzerne müssen ihre Hochspannungsleitungen und Ferngasnetze jetzt möglichst schnell verkaufen oder ausgliedern", so Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. Die Monopolkommission und der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) erhofft sich so Wettbewerb auf den Energiemärkten, der zu günstigeren Strompreisen führen würde.

Montag, 3. August 2009

Strom gespart: Wirtschaftskrise senkt Stromverbrauch in Deutschland

Strom sparen ist vor allem in der Wirtschaftskrise ein probates Mittel für die Deutschen, um die eigenen Kosten zu senken. Seit Beginn der Wirtschaftskrise wird in Deutschland deutlich weniger Strom verbraucht, wie das Handelsblatt berichtet. Der Stromverbrauch der Deutschen hat sich um rund sechs Prozent im ersten Halbjahr der Krise verringert.

Dem Handelsblatt liegt eine internen Statistik des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) vor, die das bestätigt. Der Einbruch des Stromverbrauchs liegt damit deutlich über den Prognosen der Stromanbieter. Laut Handelsblatt ging man bei RWE im Januar noch von minus zwei Prozent aus. Vor allem Industriekunden sollen ihren Stromverbrauch drastisch verringert haben. Allerdings rechnen Branchenvertreter in der nächsten Zeit mit einer Entspannung des Marktes. Vattenfall-Chef Lars Josefsson sagte dem Handelsblatt, dass die Talsohle erreicht sei.

Foto: pixelio/ Egon Häbich