Freitag, 7. Mai 2010

Ikea-Haus: Stiftung Warentest bemängelt u.a. Energieanbieter-Bindung

Mit dem Boklok genannten Reihenhaus (in zwei Versionen erhältlich: 84 und 102 m²) sorgte die skandinavische Möbelhaus-Kette Ikea vor einigen Wochen für eine große Überraschung. Ein ganzes Haus beim Einrichter kaufen - klingt zunächst einmal ungewöhnlich. Da fragt man sich natürlich, ob das Sinn macht. So auch die Stiftung Warentest.

Gemeinsam mit den Verbraucherzentralen Rheinland-Pfalz und Bremen untersuchte die Stiftung Warentest die Baubeschreibungen und Bauverträge des Ikea-Hauses - mit recht negativem Ergebnis. Kurz gefasst: Es gebe diverse Klauseln, die sich zum Nachteil des Hauskäufers auswirken könnten, einige seien sogar unzulässig, so die Tester.

Was auch bemängelt wurde, war die gleich auf 15 Jahre festgeschriebene Bindung an den Energieversorger evb mbH. Dieser verlange höhere Gas- und Stromreise als andere regionale Anbieter, ein Wechsel sei in dem genannten Zeitraum nicht möglich, wohl aber Preiserhöhungen, wobei der Gaspreis unzulässigerweise an die Heizölpreis gekoppelt sei.

Wer an Ikea-Häusern interessiert ist, dem wird mindestens eine vorherige Beratung bei einer Verbraucherzentrale empfohlen. Für die Stiftung Warentest selbst stimme das Preis-Leistungs-Verhältnis der Häuser auf jeden Fall nicht.

Dienstag, 27. April 2010

Ökostrom im Test: Öko-Test nennt elf Testsieger

Ökostrom ist längst kein Nischenprodukt für einige wenige, die es sich leisten können, mehr. Das lässt sich schon daran ablesen, dass neben einigen kleineren, auf Ökostrom-Angebote spezialisierten Anbietern auch die großen Energieunternehmen längst entsprechende Tarife anbieten - neben ihrem konventionellen Strommix.

Das Testmagazin Öko-Test hat sich nun in Ausgabe 4/2010 durch den Tarifdschungel gewühlt und versucht einzuschätzen, welche Stromtarife tatsächlich das Label "Öko" verdient haben. Ganz vorne lagen - wie sicherlich zu erwarten war - die reinen Ökostromanbieter, und zwar gleich elf an der Zahl.

Die Tarife, die es auf den ersten Rang geschafft haben, sind:
- AWS Ökostrom
- EWS Öko Sonnencent 0,5
- Genial Grün Spar
- Privatkundentarif (von Greenpeace Energy)
- LichtBlick-Strom
- Naturenergie Online 12
- Naturstrom
- NaturWatt Hausstrom
- SECURA Ökostrom
- Electricitaet (von Strasserauf)
- Moinpower (von Strommixer)

Alle Test-Details und Beweggründe für die Bewertung sowie alle weiteren Platzierungen sind in Öko-Test 4/2010 sowie auch online nachzulesen.

Dienstag, 30. März 2010

Notstrom für den PC: USV-Geräte von APC überzeugen im Test

Wenn man auf Nummer sicher gehen will, um nicht irgendwann mal aufgrund eines Stromausfalls Computerdaten zu verlieren, empfiehlt sich der Kauf von Unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV). Die liefern via Akku Notstrom. Allerdings sind nicht alle verfügbaren USV-Geräte gleichermaßen gut, glaubt man einem aktuellen Test von Computer Bild.

Hier fielen beispielsweise die Modelle Aiptek Power Walker VI 650 LCD und Power Walker VI 1000 LCD durch, weil sie die Prüfung der elektrischen Sicherheit verpatzten. Von den fünf weiteren getesteten USVs schaffte nur eine (recht knapp) die Wertung „gut“ (mit Note 2,48): das Gerät APC Back-UPS RS 550, welches rundum recht gleichmäßig ordentliche Leistungen bot. Als Nachteil wurde allerdings ausgemacht, dass nur Kaltgeräteanschlüsse vorhanden sind.

Wie alle Geräte en detail abschnitten, liest man am besten in Computer Bild 8/2010 nach.

Freitag, 26. März 2010

Energiesparlampen im Test der Stiftung Warentest: Wenige gute (4/2010)

Stromsparen geht schon beim Licht los – das weiß man spätestens, seit den altgedienten Glühlampen der Kampf angesagt wurde und nun in den nächsten Jahren schrittweise nur noch Energiesparlampen in der EU auf dem Markt vertreten sein werden. Aber welche taugen auch etwas?

Die Stiftung Warentest ist in Ausgabe 4/2010 mal wieder zum Test geschritten und hat insgesamt 28 Energiesparlampen verglichen. Das Ergebnis bezeichnen die Tester selbst als „enttäuschend“. Nämlich nur drei Lampen wurden für „gut“ befunden, zwei Drittel der Lampen hingegen nur für „ausreichend“.

Die wenigen (im wahrsten Sinne des Wortes) Lichtblicke waren die Philips Tornado Dimmable (Art.-Nr 394701xx) und Megaman Dimmerable (Art.-Nr. MM46412) in der Klasse E27, 900-1300 Lumen, sowie die Philips T60 Softone (Art-Nr. 662576xx) in der Klasse E27 500-900 Lumen.

Als größte Kritikpunkte machten die Tester fehlende Schaltfestigkeit und zu schnell nachlassende Helligkeit der Lampen aus. Alle Details kann man in Test-Heft 4/2010 und auch auf der Stiftung Warentest-Homepage lesen.

Freitag, 19. März 2010

Stiftung Warentest: Lidl & Rewe Ökostrom bieten gute Boni

Ende März 2010 locken gleich zwei Discounter-Ketten mit Ökostromangeboten. Bei Lidl kann man ein Starterpaket für den Ökostrom-Tarif „PrimaKlima“ von Eprimo erwerben, bei Rewe, Penny und Toom in den Vattenfall-Tarif „Easy Natur“ einsteigen.

Laut einem aktuellen Test der Stiftung Warentest ist dies vor allem wegen der mit 100 (Lidl) bzw. 120 Euro (Rewe, Penny, Toom) „außergewöhnlich“ hohen Bonus-Verrechnungen interessant, insbesondere für Kunden, die nach erfolgter Bonus-Abrechnung wieder zu einem anderen, günstigeren Anbieter wechseln. Die laufenden Stromkosten seien hingegen etwa auf dem Niveau der jeweiligen lokalen Grundversorger und damit nicht ungewöhnlich billig – dafür aber immerhin Ökostrom aus Wasserkraft.

Die detailliertere Einschätzung der Stiftung Warentest lohnt sich auf denen Homepage nachzulesen.

Freitag, 19. Februar 2010

Handy-Akku: Tipps für weniger Stromverbrauch

Moderne Smartphones und Handys können echte Stromfresser sein. Dafür bieten sie halt auch unzählige Funktionen für die mobile Kommunikation und Unterhaltung. Doch nicht alle sind zwingend immer notwendig.

Handy-Stromfresser, auf die man die meiste Zeit des Tages verzichten kann, sind GPS (nur anschalten, wenn man tatsächlich navigieren möchte), WLAN (es sei denn, man nutzt das Handy ständig zum Surfen und hat immer Hotspots um sich), Bluetooth (wenn man nicht gerade Dauer-Bluetooth-Headset-Nutzer ist) oder Infrarot-Port (wer benutzt den schon?). Und natürlich ist der Handy-Bildschirm zu erwähnen. Je kürzer dieser aufleuchtet, desto besser für die Akkulaufzeit. Im Menü kann man einstellen, wie schnell sich das Display abschalten soll. Auf Bildschirmschoner kann man bei der Gelegenheit auch gleich verzichten. Außerdem kann es Sinn machen, hin und wieder nach neuer Firmware fürs Handy Ausschau zu halten. Die kann durchaus Verbesserungen enthalten, die den Akku schonen.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Urteil: Mieter-Anspruch auf genug Strom (BGH)

In einem aktuellen Urteil hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Rechte von Mietern hinsichtlich der Stromversorgung in ihrer Wohnung gestärkt (Az. VIII ZR 343/08).

Demnach muss neben genug Strom für Kleinverbraucher wie Licht oder Staubsauger auch mindestens ein weiteres Großgerät (Waschmaschine o.ä.) betrieben werden können. Wenn nicht, kann der Mieter seine Miete kürzen. Ausnahmen gibt es, sofern der Vermieter im Mietvertrag ausdrücklich darauf hingewiesen hat, dass entsprechender Sanierungsbedarf besteht und die Versorgung mehrerer, auch größerer Geräte gleichzeitig nicht gewährleistet ist. Entscheidend ist dabei allerdings auch, dass dies eindeutig formuliert ist.

Via Welt Online